Landhaus Dicken

Das Landhaus in Dicken ist unser erstes Projekt als Genossenschaft. Es besteht aus dem Hauptgebäude und dem Anbau.

Auf der Infotafel des Kulturweges Neckertal steht folgendes: «Johann-Jakob Näf war der Begründer der dörflichen Textilindustrie. Er baute dieses Wohnhaus mit einer grosszügigen Fensterfront. Ein Zeugnis des Wohlstandes in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Alter von 15 Jahren übernahm Johann-Jakob Näf 1830 den Webereibetrieb seines früh verstorbenen Vaters. Er war ein initiativer Unternehmer und vergrösserte seine Weberei laufend. Für die namhaften Textil-Exporthäuser in Herisau und St. Gallen war Näf ein gesuchter Lieferant. 1847 nahm er als Hauptmann einer Zentrumskompanie aus Mogelsberg am Sonderbundskrieg teil. Aus diesem Grund wird das Landhaus auch Hauptmannshaus genannt. 1855 erstellte J.-J. Näf neben das Landhaus einen Stickereibetrieb, die «untere Fabrik». Auch dieses Geschäft florierte. 1873 wurde es mit einem Betrieb in St. Gallen erweitert. Ab 1886 war Näf mit seinem Hauptsitz in Flawil domiziliert. Damit stieg er zum dominierenden Textilfabrikanten der Gegend auf. Er förderte den Bau einer Strasse von Hoffeld über Dicken nach St. Peterzell. Auf eigene Kosten liess er auch die erste Telefonleitung Flawil-Dicken erstellen.»
( Quelle: Kulturweg Neckertal )